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Geschichte der Volksschule

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Im Mittelalter war fast ausschließlich die Kirche die Trägerin der Kultur und der höheren Bildung. So gab es die 1. Schulen bei den Klöstern, später auch bei den Pfarren (sog. Pfarrschulen).
Die 1. Pfarrschule in Schäffern wurde laut Schulchronik vermutlich um 1703 gegründet, in diesem Jahr wird jedenfalls der 1. „Schulmeister zu Schäfer“ genannt, nämlich Andrä Sturzbacher. Der Schulmeister war als Angestellter des Pfarrers in 1. Linie Mesner, dann Organist und zuletzt Lehrer. Zusätzlich durfte er zur Aufbesserung des Einkommens eine Krämerei führen und wurde ihm eine Kuhweide am Neussingweg zugestanden und später ein Grundstück bei der sog. Schulmeisterbrücke zur Bewirtschaftung überlassen.
Nach der Trennung von Schule und Kirche (Schulgesetz vom 25. Mai 1868), erhielt der Schulmeister  ab 1869 die Mindestentlohnung nach dem Reichsvolksschulgesetz.
Die bisherige Schulaufsicht der Kirche wurde vom Staat übernommen und die Volksschule Schäffern am 17.09.1869 kommissionell an die Gemeinde übergeben. Die achtjährige Schulzeit wurde eingeführt und dauerte vom 6. bis zum 14. Lebensjahr.    
Am 19.02.1733 wurde das damalige gezimmerte Schulhaus durch ein Feuer zerstört, das beim heutigen Kirchenwirt (Bäck) ausgebrochen war und nordwärts den Bauernhof  vlg. Joggl (= Gruber) und anschließend auch das Schulhaus einäscherte. An derselben Stelle ist danach vermutlich wieder ein Holzhaus errichtet worden.
Erst 1788 wurde an gleicher Stelle das 1. gemauerte Schulhaus mit 3 Zimmern errichtet, wovon eines das Schulzimmer war. Da im Frühjahr 1808 das Schulzimmer einstürzte, konnte der Unterricht nur in einem Notraum erteilt werden.
Das Schulhaus wurde 1811/12 von Grund auf neu gebaut und enthielt im 1. Stock ein geräumiges Schulzimmer und ein Gehilfenzimmer, während sich zu ebener Erde die Schulmeisterwohnung mit 2 Zimmern, 1 Küche und 1 Speisekammer befand; im Keller darunter entsprang eine Quelle. In einiger Entfernung östlich des Schulhauses war ein Kuhstall für 2 Kühe und 1 [Futter-] Kammer untergebracht, welche bereits zu den früheren Schulhausbauten gehört hatten. In Küchen- und Baumgarten ließ sich der Schulmeister 1824 auf eigene Kosten ein geräumiges Speisesalettl erbauen.
Im Jahre 1875 wurden an der Ostseite ein 2. Klassenzimmer, ein Stiegenhaus und eine Abortanlage errichtet.
Mit der Erweiterung zu einer dreiklassigen Schule im Jahre 1907 war die Notwendigkeit eines einstöckigen Zubaues für 2 Klassen gegeben. Die Vorgeschichte dieses Zubaues:
Der Bezirksschulinspektor beanstandete am 12.01.1904 die große Schülerzahl der 1. Klasse mit 108 Schülern.
Am 1. Juli 1907 begann der Neubau zweier Lehrzimmer, eines neuen Stiegenhauses sowie einer neuen Abortanlage.   
1958 wurde die Schule mit einer Zentralheizungsanlage versehen. Die Abortanlagen wurden erneuert und neue Schulmöbel angeschafft.
Bis 1973 waren in den 3 – 5 Klassen 8 Schulstufen untergebracht. Nach der Einführung der Hauptschulpflicht anfangs der 70er  Jahre werden in der Schäfferner Volksschule nur mehr die ersten 4 Schuljahre unterrichtet.
Seit 1968 ist die Volksschule Schäffern mit kurzer Unterbrechung 4-klassig.
Aufgrund der großen Schülerzahl (Schülerhöchstzahl 183) musste in den Jahren 1969 bis 1973 im Gemeindehaus eine 5. Klasse eingerichtet werden.
1975 bis 1977 wurde ein großer Turnsaal angebaut der auch für Theater, Konzerte und Festlichkeiten benützt wird.
Das bestehende Schulgebäude wurde 1978 bis 1979 generalsaniert (neue Eindeckung, neue Fenster, neue Fassade) und die ehemalige Lehrerwohnung für Schulzwecke (Kanzlei, Konferenzzimmer, Werkraum und Lehrmittelzimmer) umgestaltet.
1990 wurde die Zentralheizungsanlage von Holz und Kohle auf Heizöl umgestellt, sämtliche Schulmöbel erneuert und die Kanzlei neu eingerichtet.
2003 wurde von der Wärmeliefergemeinschaft Schäffern eine Hackschnitzelheizung eingebaut, mit der auch das Gemeindeamt, die Raiffeisenkasse, der Pfarrhof, die Kirche und das Mesnerhaus, mit Wärme versorgt werden.
Von 2006 bis 2008 wurde nun unsere Volksschule samt Turnsaal generalsaniert und erweitert.
Im Erdgeschoss wurden die Garderoberäume neu gestaltet und ein Behinderten-WC eingebaut. Im Dachgeschoss entstanden ein Werkraum, ein  Lehrmittelzimmer,  Sanitärräume, sowie Räumlichkeiten für eine zukünftige Ganztagsbetreuung. Die Zugänge zur Volksschule und zum Turnsaal wurden barrierefrei gestaltet.
 
Mit der nun abgeschlossenen Erweiterung und Generalsanierung hoffen wir für Jahrzehnte eine entsprechende Volksschule zu haben. 
 
Für viele sind noch die Schulleiter (Direktoren), die das Schulleben im 20. Jahrhundert in Schäffern geprägt haben in guter Erinnerung:
 
1903 – 1934:     Robert Piskorsch
1934 – 1950:     Josef Reimerth
1950 – 1970:     Hermann Posch
1970 – 1975:     Ernst Nowotny
1975 – 1988:     Rosa Zingl
1988 – 1989:     Ingrid Janisch
1989 – 2011:     Erhard Schranz 
2011 - lfd.:        Martina Waldherr